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Corona: Pläne für Winzer und Landwirte

20. März 2020 / Information

Wir in Deutschland sind bei Obst und Gemüse keine 100%-Selbstversorger, daher ist die anstehende Obst- und Gemüseernte wichtig für unsere Vorräte, ebenso die nun beginnende Pflanz-Periode. Die Lebensmittelversorgungskette soll möglichst unbeeinträchtigt intakt gehalten werden.

Unsere Bauernfamilien und landwirtschaftlichen Betriebe mit ihren Mitarbeitern sind dafür unersetzlich. Ebenso alle Mitarbeiter in der Lebensmittelversorgungskette - in den Weinbergen, auf den Feldern, in den Fabriken wie in den Supermärkten. Sie bringen eine unschätzbar große Leistung für unsere Gesellschaft und verdienen Dank und Anerkennung von uns allen. Heute sprach ich stellvertretend für unsere Winzer mit Carina Curman (geb. Dostert) vom Culinarium Nittel und Weingut Dostert, die vernünftige und schnelle Lösungen erwartet.

Julia Klöckner (CDU) hat wichtige Vorschläge zur Unterstützung der Landwirtschaft und der gesamten Lebensmittelversorgungskette gemacht. Die Bundeslandwirtschaftsministerin soll will schnelle und pragmatische Lösungen sowie kurzfristige Absprachen innerhalb der Bundesregierung:

  • Saisonarbeitskräfte, die bereits in Deutschland sind und bereit sind, länger zu arbeiten, sollten auch über die 70 Tage hinaus kurzfristig arbeiten dürfen.
  • Die deutschen Grenzen sollen für Saisonarbeitskräfte offen gehalten und Transitregeln eingeführt werden, beispielsweise in Form einer Passierschein-Regelung.
  • Aktuelle Arbeitszeitregelungen sollen flexibler gehandhabt werden, damit bei Wunsch und Bedarf kurzfristig mehr Stunden am Tag oder in der Woche gearbeitet werden können.
  • Gegenüber den Bundesländern soll darauf hingewirkt werden, dass die Betreuung von Kindern der Klassenstufen 1-6 sowie von Kita-Kindern von Eltern, die im (eigenen) landwirtschaftlichen Betrieb oder Betrieben der Lebensmittelkette arbeiten, wenn nötig durch Lehrer oder Erzieher sichergestellt wird. In Rheinland-Pfalz wäre dann Malu Dreyer am Zug.
  • Mitarbeiter in anderen Branchen sollen kurzfristig die Möglichkeit erhalten, in der Landwirtschaft mitzuhelfen. Dafür sollen Nebeneinkünfte aus einer vorübergehenden Beschäftigung nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet werden. Auch für Selbstständige, die aktuell wegen der Krise keine Einkünfte haben, soll hier eine Lösung gefunden werden.
  • Asylbewerber, die keine Arbeitserlaubnis haben, sollen kurzfristig und vorübergehend in der Landwirtschaft arbeiten können.

Diese Vorschläge sind in Arbeit, ich bitte um etwas Geduld bei der Umsetzung. Und wie immer gilt: Alle wichtigen Telefonnummern und Links auf der Startseite.

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