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Bundesbildungsbericht: Läuft gut, aber wir müssen besser werden

27. April 2018 / Meinung

Für mich hat die berufliche Bildung höchste Priorität, ebenso für die CDU/CSU. Das haben wir auch im Koalitionsvertrag deutlich gemacht. Ich halte das für genau den richtigen Weg. Berufliche Bildung sichert den Fachkräftenachwuchs unserer Firmen, damit die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und unser aller Wohlstand. Ein Azubi sollte uns genau so viel wert sein wie ein Student. Und er ist es auch!
 

Die berufliche Bildung ist seit Jahren eine unserer größten Stärken, die duale Ausbildung ein Exportschlager. Die Bundesregierung hat in dieser Woche den Berufsbildungsbericht vorgelegt. Dieser belegt erneut, wie robust und positiv sich der Ausbildungsmarkt entwickelt. Wer einen Ausbildungsplatz sucht, hat rechnerisch so große Chancen wie selten zuvor. Aber es gibt auch Wolken am Horizont. Denn manchmal – gerade im ländlichen Raum – sind die freien Stellen nicht immer dort, wo die jungen Menschen sind. Das führt dazu, dass auf der einen Seite Ausbildungssuchende keine Stelle finden, auf der anderen Seite noch mehr Stellen unbesetzt sind. Auch die Quote der ausbildenden Unternehmen sinkt. Gerade kleine Firmen bilden seltener aus. Das liegt zu einem gewissen Teil daran, dass sie in vielen Regionen über einige Jahre keine Auszubildenden mehr gefunden haben. Ausbildungsberufe werden immer komplexer und spezifischer, speziell kleine Unternehmen brauchen aber oft Generalisten. Vor allem in ländlichen Gebieten ist der Weg zur Berufsschule manchmal viel zu weit.

Mir ist wichtig, diese Punkte frühzeitig zu erkennen und Abhilfe zu schaffen, bevor die Entwicklung zu einem strukturellen Problem wird. Darum bin ich sehr froh, dass wir im Koalitionsvertrag einen Berufsbildungspakt mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen für die Stärkung der beruflichen Bildung verankert haben. Wir werden bis 2021 Milliardensummen in die Zukunft junger Menschen investieren. Wir werden die berufliche Aufstiegsfortbildung im Sinne einer ‚höheren Berufsbildung‘ ausbauen und die Attraktivität von Berufslaufbahnen mit einem Innovationswettbewerb in der beruflichen Bildung erhöhen. Geplant sind zudem gezielte Mobilitätshilfen und ein Ausbau der Berufsorientierung. Mit dem Digitalpakt für Schulen und der ‚Initiative Berufsbildung 4.0‘ machen wir junge Menschen fit für die digitale Arbeitswelt von morgen. Und wir werden mit der Novelle des Berufsbildungsgesetzes und des Aufstiegs-BAföG moderne Rahmenbedingungen für eine attraktive berufliche Bildung schaffen.

Foto: Anne Hoffmann

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