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Mobilitätsforschung: Forderungen an die Bundesregierung

14. November 2019

Wie werden wir in der Zukunft unterwegs sein? Mit dem Elektroauto in der Stadt? In einem mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeug auf dem Land? In einem Zug, der von einer Hybrid-Lok gezogen wird? Die Mobilität von Morgen wird heute erforscht und getestet. Einige Antriebe, wie z. B. der Diesel, sind in Verruf geraten, wohingegen das E-Auto einen medialen Hype erfährt. Manche politische Kräfte wollen wiederum über die Forschung Autofahrer gängeln und ausschließlich den ÖPNV fördern. Persönliche Belange der Menschen im ländlichen Raum würden dabei ignoriert. Das kann nicht sein! Daher fordere ich als CDU-Politiker und fachkundiger Ingenieur Technologie-Offenheit und einen ideologiefreien Blick auf Fakten und technische Möglichkeiten. Ziel ist es, Mobilität zu modernisieren, individuellen Bedürfnissen anzupassen und das Klima zu schützen.

Wer zum Beispiel von Schweich nach München fährt, könnte bis Mannheim mit dem eigenen PKW fahren, dann das Auto auf einem günstigen Park&Ride-Parkplatz abstellen, in den ICE umsteigen und am Zielort ein E-Leihfahrrad nutzen - und alles über eine App buchen sowie bezahlen.​

Ich habe federführend in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Antrag „Nachhaltige Mobilitätsforschung für die Zukunft: innovativ, technologieoffen, ressortübergreifend“ entwickelt, der heute im Bundestag debattiert wird. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, eine Gesamtstrategie „Mobilitätsforschung“ zu entwickeln.

Meiner Ansicht nach muss moderne Mobilität die Grenzen einzelner Verkehrsmittel überwinden. Sprich: Wer zum Beispiel von Schweich nach München fährt, könnte bis Mannheim mit dem eigenen PKW fahren, dann das Auto auf einem günstigen Park&Ride-Parkplatz abstellen, in den ICE umsteigen und am Zielort ein Carsharing-Auto oder ein E-Leihfahrrad nutzen - und alles über eine App buchen sowie bezahlen. Solche Mobilitätslösungen müssen am Ende weg- und zeitoptimal sein, in Stadt und Land gut funktionieren und unsere Umwelt entlasten. Eine ressortübergreifende Strategie Mobilitätsforschung muss all das berücksichtigen. Die Freiheit der Bürger bei der Auswahl ihrer Verkehrsmittel und die Offenheit für verschiedene Antriebssysteme ist dabei elementar. Eine einseitige Fixierung auf eine bestimmte Technologie, wie die E-Mobilität, bringt uns nicht weiter. Deutschlands Forschung bietet starke Alternativen wie hybride Antriebe mit Wasser- und Brennstoffzellen. Es kommt auf einen ausgewogenen Mix alternativer Antriebe an, bei dem auch der Verbrennungsmotor mit synthetischen Kraftstoffen einbezogen wird.

Ich bin gegen Ideologien und Verbote! Ob E-Auto, Wasserstoff-Bus oder Hybrid-Lokomotive – wir müssen technologieoffen forschen. Nur so sorgen wir für sichere Arbeitsplätze und echten Klimaschutz. ​

Auch meine Kollegen aus dem Forschungsausschuss haben sich geäußert.

Albert Rupprecht (Bildungs- und forschungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag): „Die Mobilität der Zukunft ist ein Megathema. Es berührt jeden Menschen und richtig angepackt, schafft es individuelle Entfaltungsmöglichkeiten, trägt zum Umweltschutz bei und stärkt unser Wirtschaftssystem. Wir wollen die Aktivitäten der Bundesregierung bündeln und so mehr Dynamik bei der Entwicklung von Mobilitätsinnovationen erzeugen.“

Sybille Benning (Co-Berichterstatterin für Mobilitätsforschung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag: „Forschung für die Mobilität der Zukunft hat zwei Seiten: zum einen die Entwicklung innovativer Technologien, die eine klimafreundliche, intelligente Mobilität ermöglichen. Genauso wichtig sind zum anderen Konzepte für den Einsatz dieser neuen technologischen Lösungen, die vor Ort die Bedürfnisse der Menschen erfüllen – ob in der Stadt oder im ländlichen Raum. Nachhaltige Mobilität verbessert unser Leben spürbar und verbindet Generationen. Leistungsfähige Mobilitätskonzepte können ihren großen Nutzen nur entfalten, wenn sie auch großflächig eingesetzt werden können. Um diese Anwendung ausreichend testen und entwickeln zu können, sind Reallabore unerlässlich.“

Fazit: Ich bin gegen Ideologien und Verbote in der Mobilitätsforschung! Ob E-Auto, Wasserstoff-Bus oder Hybrid-Lokomotive – wir müssen technologieoffen forschen. Nur so sorgen wir für sichere Arbeitsplätze und echten Klimaschutz. ​

Der Antrag wird heute Nacht im Plenum diskutiert und dann in den zuständigen Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung überwiesen. Das ist ein ganz normaler parlamentarischer Vorgang und wird ein paar Wochen dauern. In dieser Zeit werden sich alle zuständigen Parlamentarier aller Fraktionen mit unseren Vorschlägen beschäftigen und in mehreren Sitzungen auch Interessenvertreter, zum Beispiel Mittelständler oder Wissenschaftler, hinzuziehen. Danach wird final im Bundestag abgestimmt, voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember dieses Jahres.

Foto: Lizenzfreies Symbolbild

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